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Mit Weich- oder Wechsellagerung gegen Dekubitus

Anti-Dekubitus-Hilfsmittel werden sowohl zur Prophylaxe als auch zur Therapieergänzung eingesetzt. Dabei lassen sich im Bereich der Lagerung zwei Arten von Hilfsmitteln unterscheiden: Hilfen zur Weichlagerung und zur Wechsellagerung.

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Wohnen - Betten
Bett
© iStockphoto.com / Christopher Ames

Betten für spezielle Ansprüche

Rund ein Drittel unseres Lebens verbringen wir mit Schlaf - umso wichtiger ist somit die Wahl eines geeigneten Bettes. Insbesondere bei Menschen mit Behinderung oder Altersgebrechlichkeit nimmt das Bett einen hohen Stellenwert ein. Denn Einschränkungen in der Beweglichkeit oder zunehmende Verschleißerscheinungen erschweren oftmals das Aufstehen, Hinlegen oder Umlagern. Häufig sind aber auch die Pflegepersonen betroffen. Für sie bedeuten niedrige gewöhnliche Betten oft unnötige körperliche Belastung.

 

Pflegebetten
Pflegebetten zeichnen sich gegenüber "normalen" Betten durch ihre Höhenverstellbarkeit der Liegefläche beziehungsweise die Neigungsverstellungen einzelner Liegeflächenteile aus.

Kopf-, Rücken- oder Fußteil können individuell eingestellt werden, so dass eine bequeme Position zum Essen geschaffen werden kann oder therapeutisch nötige Lagerungswechsel ermöglicht werden können. Sinnvoll ist hier vor allem eine elektrische oder Federkraft-Verstellung, die vom Betroffenen auch ohne fremde Hilfe selbst betätigt werden kann.

Im Gegensatz zu Krankenhausbetten sind solche behindertengerechte Betten meist an das häusliche Mobiliar angepasst. Die Seiten-, Kopf- und Fußteile von Pflegebetten sind meist im Holz-Design ausgeführt und passen sich damit dem Wohnbereich an. Auffälliger ist jedoch das oftmals als Fahrgestell ausgeführte Untergestell mit den Höhen- und Neigungsverstellungen. Hier bieten einige Hersteller Holzverkleidungen an oder unauffällige Fahrrollen, die in Pfostenbeine integriert sind.

 

Seitenlagerungsbett
Seitenlagerungsbetten ermöglichen neben den drei üblichen Pflegebettoptionen der Höhen-, Knie- und Kopfteilverstellung die stufenlose Seitenneigung nach links und rechts bis maximal 25 Grad. Diese Funktionen, welche per Handschalter gesteuert werden können, ermöglichen die Seiten- bzw. Umlagerung des Betroffenen zur Entlastung der durch das ständige Liegen stark beanspruchten Körperteile. Während der Seitenlagefunktion können sowohl Knie- als auch Kopfteil verstellt werden, um einer Überstreckung des Körpers vorzubeugen.

 

Einlegerahmen
Einlegerahmen können in das bereits vorhandene Bett problemlos eingesetzt werden. Der zugehörige Lattenrost wird entfernt und der Einlegerahmen direkt auf den Fußboden gesetzt. Dieser besteht aus einem Heber und einer mehrteiligen Liegefläche. Damit lassen sich die typischen Funktionen des Pflegebetts ohne großen Aufwand in ein vorhandenes Bett integrieren.

Durch die Nutzung von Einlegerahmen gegenüber Pflegebetten kann in eine vorhandene Schlafzimmer-Einrichtung ein wesentliches Hilfsmittel zur Aufrechterhaltung der Selbstständigkeit oder professionellen Pflege eingebaut werden. Die gewohnte und selbstgestaltete Einrichtung bleibt im Wesentlichen erhalten.

 

Aufstehbetten
Aufstehbetten bieten stark körperlich eingeschränkten Menschen eine große Hilfe. Diese speziellen Pflegebetten haben die Zusatzfunktion, den im Bett liegenden durch Anwinkeln und Drehen des Lattenrostes in eine sitzende Position zu bringen, so dass die Füße neben dem Bett auf dem Boden aufgesetzt werden können. Eine weitere Hebefunktion unterstützt den Betroffenen schließlich beim Aufstehen. Somit werden bis zu 90 % der üblicherweise notwendigen Körperkraft vom Bett-System übernommen. Mit dem entsprechenden Vorgang kann sich die sitzende Person auch in die Liegeposition bringen. AW

 

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