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Mobil trotz Handicap
Petri + Lehr entwickelt, produziert und montiert Zusatzgeräte für Autofahrer mit Handicap und realisiert dabei den Umbau von fast allen Fahrzeugtypen.
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Mobilität und Sicherheit ab Werk

Für mehr Selbständigkeit und Unabhängigkeit. Volkswagen Pkw bietet ab Werk ein vielfältiges Programm behindertengerechter Ausrüstungen an – von den klassischen Fahrhilfen bis zu separaten Lenkhilfen.
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Reisebericht: Island Experience 2011

- Bilder: Island Experience
Offroad-Erlebnis der besonderen Art
Als Rolli-Fahrer an einer Offroad-Tour quer durch Island teilnehmen - geht das denn? Sieben Abenteurer mit Handicap wagten das Experiment und machten sich Anfang Juli 2011 von Düsseldorf auf ins rund 2500 Kilometer entfernte isländische Reykjavik.
Veranstaltet wurde die Reise von Petri + Lehr, einem der größten Hersteller von technischen Fahrhilfen, in Partnerschaft mit der Volkswagen driving experience. "Wir wollten es einfach wissen: Können wir Menschen mit Mobilitätseinschränkungen eine Reise in derart abgelegene und unwegsame Regionen ermöglichen?", beschreibt Jörg Federer, der Leiter des Projekts bei Petri+Lehr, die Motivation der Beteiligten. Schon Wochen vorher konnten sich Interessierte mit Handicap für die Tour bewerben. Schließlich stand das Team fest: Fünf Rolli-Fahrer und je ein Teilnehmer mit Gehbehinderung bzw. Armamputation - zwei Frauen und fünf Männer - sollten bei dieser außergewöhnlichen Reise dabei sein. Zusammen mit den Begleitpersonen, zwei Offroad-Fahrtrainer inklusive, umfasste die Reisegruppe schließlich 18 Leute.
Kurz nach ihrer Rückkehr erzählt Jörg Federer im Interview von den gemeinsamen Erfahrungen und Erlebnissen.
RehaScout: Wie war's?
Jörg Federer: "Unbeschreiblich. Wir sind durch tiefen Sand gefahren, durch Wasser und über Gebirgsketten geklettert. Island inspiriert total. Man fährt über einen Hügel und die Landschaft ändert sich komplett. Man macht einen Augenschlag und entdeckt das Land wieder ganz neu. Es breitet sich vor einem in den verschiedensten Farbfacetten aus. Es ist mal grün, grau, rot, braun. Wir sind durch gelben Staub gefahren und durch schwarzen. Eine solche Fülle an Eindrücken - in Sachen Natur aber auch bezogen auf die Leute, die auf der Reise dabei waren - habe ich nicht erwartet."
RehaScout: Ist Ihnen ein besonderes Highlight in Erinnerung geblieben?
Jörg Federer: "Auf der Tour hat sich zwischen den Teilnehmern ein ganz besonderer Spirit entwickelt. Schon nach kürzester Zeit hat man sich gegenseitig geholfen. Die umgerüsteten VW Touareg waren so eingeteilt, dass in erster Linie immer ein Rollstuhlfahrer das Auto fuhr und ein Fußgänger als Beifahrer im Auto saß. Die Zweiergruppen sollten möglichst autark agieren und sich zwecks Fahrerwechsel selbst absprechen. Da war Teamarbeit gefragt. So mussten die Fußgänger zum Beispiel in gewissen Situationen mithelfen, den Rolli einzuladen oder auszuladen etc. Das war für viele eine neue Erfahrung - auch für die Rolli-Fahrer. Diese machen ja immer gerne alles möglichst alleine, hier mussten sie damit klarkommen, dass ihnen geholfen wird. Über Walkie-Talkies standen alle Autos ständig im Kontakt miteinander. Nicht nur via Funk wurde gewitzelt und gescherzt. Wir hatten eine sehr lustige und amüsante Zeit."
RehaScout: Wie waren die VW Touareg umgerüstet?
Jörg Federer: "Wir wussten, dass wir sehr viel offroad fahren würden. Deshalb haben wir uns bei der Umrüstung auf die primären Funktionen beschränkt. Die VW Touareg wurden lediglich mit unserem Multima3-Handbediensystem ausgestattet und natürlich mit abnehmbaren Pedalabdeckungen. In Island gibt es eine Hauptstraße, die ins Land hinein führt. Von ihr zweigen die Offroad-Pisten ab. Wenn dann da einmal der Blinker gebraucht wurde, ließ sich der auch normal setzen."
RehaScout: Wie lief ein "Fahrtag" ab?
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