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Sportarten vorgestellt: Skibob

Skibobfahren ist eine Wintersportart, die auch sehr gut von Menschen mit Einschränkungen ausgeübt werden kann. Ob nun eigenständig mit einem Skibob oder in Begleitung auf dem Tandem-Skibob. Spaß am Wintersport ist hier für viele drin. 

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Portrait - Thomas Beer
Thomas Beer ist nach Beinamputation leidenschaftlicher Sportler geblieben, sein Motto: Niemals aufgeben, ALLES ist möglich.

Mehr Lebensfreude durch Sport

Thomas Beer, Jahrgang 1968, wurde nach einem Zugunfall mit 16 Jahren an beiden Unterschenkeln amputiert. Bis dahin galt seine Leidenschaft dem Fußballspielen, und er wollte beruflich zur See fahren. Mit einem Schlag die Träume dahin.

"Ich konnte auch nicht mehr Ski fahren", bedauert er. "Meine Großeltern lebten im Erzgebirge, wo ich jeden Winter Skifahren war. Mit den Beinprothesen ging das nicht mehr."


Thomas Beer ist Vater einer Tochter, geschieden und lebt mit der Lebensgefährtin in Stralsund, Mecklenburg-Vorpommern. Er ist heute Angestellter bei der BfA, Bundesversicherungsanstalt für Angestellte, und immer noch leidenschaftlicher Sportler. Beim Golfen hat er es auf Handicap 18 gebracht und nimmt an Meisterschaften teil. Beim Klettern und Boxen trainiert er Koordination, beim Badminton die Beweglichkeit und beim Mountainbikefahren seine Kraft.

Außerdem ist er passionierter Skibobfahrer. RehaScout berichtet in der Rubrik Sport über das Skibobfahren, eine Sportart, die noch wenig bekannt ist und auch Snowbike genannt wird.

 

Thomas, Sie fahren Skibob seit vielen Jahren Skibob. Was bedeutet Ihnen dieser Sport?

"Ich bin glücklicher und zufriedener als in der Zeit, da ich nicht mehr Skifahren konnte. Ich hatte es vermisst, das Kurven fahren an der frischen Luft im Winter. Und als ich erfuhr, da gibt es so was Ähnliches zum Berge runterfahren, hab ich mich 2000 nach Oberstdorf im Allgäu aufgemacht und das Skibobfahren erlernt."

Sie haben zwei Beinprothesen, war das eine besondere Herausforderung für Sie?

Thomas Beer schmunzelt erinnerungsträchtig. "Mit Prothesen das Skibobfahren lernen, ist nicht ganz einfach, das stimmt schon", gibt er zu. "Aber je nach Fitness kann es jeder nach kurzer Zeit lernen. Problematisch sind die Lifte, um den Berg heraufzukommen. Man muss seine eigene Technik finden, wie es am besten klappt. Zum Beispiel ich fahre im Sitzen auf dem Schlepplift. Besser noch geht es in der Gondel."

Für den Skibobclub Wuppertal nimmt Thomas Beer an Meisterschaften teil. "Es gibt allerdings keine Meisterschaften für Handicapler", erklärt er. "Ich mache das einfach zum Spaß, nicht weil ich eine reelle Chance haben würde." Sein Ziel ist: heil runterkommen und nicht als Letzter, was meistens geklappt hat.

"Mir hat das Skibobfahren wieder Mut gemacht und Lebensfreude gegeben", betont Thomas Beer. "Es auszuprobieren, kann ich jedem nur wärmstens empfehlen." (Rowena Grell)

 

 

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Westdeutscher Skibobverband e.V.

Der Westdeutsche Skibob-Verband ist einer der Fachverbände des NRW-LandesSportBundes und umfasst alle Skibobvereine in NRW. Der Verband wird ehrenamtlich geführt und bezweckt die Förderung des Skibobsports im Breiten- und Wettkampfsport.

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