Pflege - Homecare - Respiratorische Heimtherapie
Atemmaske
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Tief durchatmen

In den letzten Jahrzehnten hat die respiratorische Heimtherapie eine große Entwicklung durchgemacht. Wurde sie früher hauptsächlich zur direkten Sauerstoffversorgung eingesetzt, so umfasst sie heute ebenso die Bereiche Schlafapnoetherapie, Heim­­be­­at­­mung und Sekretmanagement.

Für die Betroffenen stellt die respiratorische Heimtherapie häufig eine lebenserhaltende Maßnahme dar, die oft auch mit einer besseren Lebensqualität einhergeht und eine größere Mobilität mit sich bringt.

 

Heimbeatmung
Bei chronischer respiratorischer Insuffizienz wird oft die Heimbeatmung als Therapieform eingesetzt. Sie führt in der Regel zu einer Entlastung der Atemmuskulatur, so dass viele Betroffene nach einer Zeit wieder zu einer teilweisen Spontanatmung fähig sind.

Die Heimbeatmung kann nichtinvasiv über eine Beatmungsmaske oder invasiv über ein Tracheostoma erfolgen. Die tägliche Beatmungsdauer richtet sich nach der Grunderkrankung und dem Erkrankungsstadium. Meistens erfolgt sie intermittierend, mit Beatmung in der Nacht und Spontanatmung am Tag.

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Sauerstoff-Langzeittherapie
Bei chronisch obstruktiver Bronchitis oder Lungenemphysem kommt häufig die Sauerstoff-Langzeittherapie zum Einsatz. Hierbei muss permanent Sauerstoff inhaliert werden. Früher waren die Betroffenen durch die Größe der Geräte stark in ihrem Be­­we­­gungs­­raum eingeschränkt. Doch neue innovative Systeme reichern den Sauerstoff aus der Raum­­luft an und sind mittlerweile tragbar. Aller­­dings ist die technische Leis­­tungs­­fähigkeit der Geräte noch nicht geeignet, um die Flüssi­­gsauerstoffversorgung vollständig zu ersetzen.

 

Schlafapnoe-Therapie
Betroffene mit schlafbezogener Atemstörung haben im Rahmen einer Schlafapnoe-Therapie die Chance, wieder zu einem erholsamen Schlaf zu finden. Häufig werden zur Behandlung Geräte für eine nächtliche nasale Überdrucktherapie eingesetzt.

Auch Personen, die Anzeichen von Tagesmüdigkeit, Einschlafneigungen (Sekundenschlaf) oder Konzentrationsstörungen aufweisen, können von dieser Therapie profitieren. Unbehandelte schlafbezogene Atemstörungen können auch zu Folgeerkrankungen, wie beispielsweise Herzrhythmusstörungen und Schlaganfällen führen.

 

Sekretmanagement
Viele Erkrankungen der Atemwege bewirken eine erhöhte Sekretproduktion, die die Wirkung der verschiedenen Therapieformen deutlich einschränken kann.

Oft waren physiotherapeu­­tische Maß­­nahmen oder Inhalationen nicht wirksam genug oder schwer im häuslichen Umfeld umzusetzen. Auch hier hat die Medizin­­tech­­nik große Fortschritte gemacht. Mittlerweile gibt es Geräte, die von den Betroffenen oder den An­­ge­­hörigen selbst zu Hause eingesetzt werden können und mit ausgesprochen hoher Wirk­­sam­­keit das Sekret aus den Atemwegen entfernen. AW

 

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