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Problem für Menschen mit Mobilitätsbeeinträchtigung

Immobilität und Dekubitus

© Gina Sanders - Fotolia.com

Wie entsteht ein Dekubitus?

Dekubitus stellt für ältere und pflegebedürftige Patienten sowie Menschen mit Behinderung eine große Gefahr dar. Durch andauernden Druck auf menschliches Gewebe und Wärmestau vermindert sich die Durchblutung. Es entsteht eine Schädigung, die sich Dekubitus nennt. Die kleinen Blutgefäße werden dabei zusammengedrückt und das betroffene Gewebe wird nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Feuchtigkeit, hervorgerufen zum Beispiel durch Inkontinenz, kann dieses Problem verstärken. Aus einer Hautrötung eines Querschnittsgelähmten oder bettlägerigen Patienten kann leicht ein Wundschaden der Haut und später des Gewebes entstehen. Die wund gesessene bzw. gelegene Stelle klafft schon bald auf. Nicht selten reicht ein Wundschaden bis auf den Knochen. Es besteht Infektionsgefahr, und der Heilungsprozess ist schwierig und langwierig.

Ein Dekubitus entsteht besonders an den Körperstellen, die nicht gut "gepolstert" sind: an Schulterblatt, Wirbelsäule, Ellenbogen, Kreuzbein, seitlichem Becken oder Knöcheln und Ferse.

Wie kann man einen Dekubitus verhindern?

Bereits bei ersten Anzeichen von Hautrötungen sollte der Druck von dem betroffenen Gebiet genommen werden. Spezielle Dekubituskissen und -matratzen aus Schaumstoff schaffen zusätzliche Entlastung. Aber selbst wenn ein Anti-Dekubitussystem verwendet wird, ist es wichtig, den Patienten regelmäßig zu mobilisieren und umzulagern. Bei älteren Patienten spielen zudem der Flüssigkeitshaushalt, eine eiweißreiche Ernährung sowie die ph-neutrale Hautpflege eine wichtige Rolle. Die Haut alter Menschen neigt zu Trockenheit und ist weniger widerstandsfähig als die jüngerer. Zudem ist es wichtig abgestorbenes Gewebe (Nekrosen) zu entfernen und Infektionen zum Beispiel mit speziellen Wundpflastern zu bekämpfen.

Bestimmte Mobilisierungsmaßnahmen können das Risiko für Dekubitus vermindern. Hierzu gehören Bewegungsübungen wie Aufsetzen am Bettrand, Gehen mit Unterstützung, aber auch passive Bewegungsübungen sowie die richtige Lagerungstechnik wie MiKro- oder Makrolagerung. (TS)

 

Mikro- bzw. Makrolagerung

Micro-Stimulation

In der Pflege hat sich die MiS Micro-Stimulation etabliert. Durch Berührung und kleine Bewegungen wird bei der Micro-Stimulation die Körperwahrnehmung des Patienten unterstützt und seine Eigenbewegung gefördert.

Dafür reichen kleinste Schwerpunktlagerungen aus. Bei der Mikro-Stimulation wird der Druck an Kopf, Schultern, Hüfte und Fersen verteilt und zugleich an den betroffenen Stellen reduziert. Bei jedem Patientenkontakt können im Uhrzeigersinn kleinste Lage- und Positionsveränderungen durchgeführt werden. Es kann ein zusammengefaltetes Handtuch oder dünnes Kissen unters Becken geschoben werden und nach kürzester Zeit unter Schulter und Hüfte positioniert werden. Auch eine dünne Bettdecke ist geeignet. Mikrolagerungen können auch durch Angehörige ausgeführt werden.

Makrobewegung

Während Mikrobewegungen den Druck verringern, führen Makrobewegungen zu echter Druckentlastung. Bei der Makrobewegung wird die belastete Körperregion frei gelagert (4 bis 8 Mal pro Stunde). Das heißt, der Druck wird von einer Seite auf die andere verteilt. Makrolagerung ist Druckentlastung mit Bewegung. Sie wird durch Pflegekräfte vorgenommen.

"Schiefe Ebene"

Eine Variante der Micro-Stimulation ist die "schiefe Ebene". Dazu legt man einen Schaumstoffkeil unter die Matratze, so dass die Matratze leicht kippt, ohne den Patienten zu bewegen. (TS)

 

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