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Optimale Beinprothesenversorgung

"Passt schon" ist zu wenig

RehaScout-Redakteurin Rowena Grell begleitete am 4. Mai 2010 Biljana Andric zur Optimierung ihrer neuen Beinprothese

Neubeuern, 14 Uhr. Orthopädiemeister Andreas Radspieler empfängt uns in seinem freundlichen Wohn- und Arbeitshaus im Chiemgau. Biljana hat seit ihrem Unfall 2005 einige Prothesen probiert. Unter dem Knie stehen bei ihr nur 4 cm Stumpflänge zur Verfügung – kompliziert, aber nicht unmöglich für den Orthopädiemeister mit jahrelanger Erfahrung und dem Wunsch, Biljana eine optimale Versorgung anzubieten.

Mit dieser Prothese (Otto Bock Trias), die sie zur Probe einige Wochen trug, ist sie hoch zufrieden und möchte diese gar nicht wieder weggeben. Aber das genau ist der Grund für den Termin: Die Prothese soll nach längerer Tragezeit auf Statik und Tragekomfort überprüft werden. Wenn alles passt, wird sie für die Kosmetik und die Endschafterstellung da behalten. Derzeit ruht der Stumpf in einer Übergangsplastikschale, einem Provisorium sozusagen.

 

Als Biljana ihre alte Prothese anzieht und ein paar Schritte geht, weiß sie, dass die neue, die sie nun für die Endfertigung in der Werkstatt Radspieler lassen muss, ihre derzeit beste ist.

Biljana Andric ist viel unterwegs. Die frühere Anlageberaterin sagt: "Gottes Gnade ist es, dass ich trotz täglicher Phantomschmerzen und Bewegungseinschränkung Kraft hatte, bereits viele Länder dieser Welt besuchen zu dürften, viele Kontakte zu Menschen dieser Welt zu haben." Nicht nur zum Urlaub, sondern im Dienst für ihren Heiland Jesus Christus, wie sie sagt.

Lesen Sie schon bald auf RehaScout ihr Portrait. Dann erfahren Sie, warum Biljana Andric ihr neues Leben seit der Amputierung so liebt.

Andreas Radspieler zeigt uns ein perfektes Bein - mit Silikon-Kosmetik. Wir staunen. "Es sind Künstler, die diese Kosmetik herstellen", erklärt er. "Die Silikon-Kosmetik kann individuell dem Hautton angeglichen werden und bietet Details, die die Prothesenversorgung täuschend echt wirken lassen." Die Künstler sitzen in England und arbeiten mit der Firma Radspieler eng zusammen.

 

Anschließend wird Maß genommen für die Kosmetik. Je nach Budget kann diese wie lebensecht aussehen. Biljanas Prothesenhülle wird aus Schaumstoff geformt, für Silikon reicht ihr Budget nicht aus, und die Krankenkassen zahlen in den meisten Fällen diesen "Luxus" nicht. Biljana empfiehlt Widerspruch und einen Anwalt, der auf Hilfsmittelfälle spezialisiert ist.

 

Nachdem Biljana eine Zeitlang hin und her gelaufen war, ist entschieden, die Veränderung wird rückgängig gemacht.

Nun passt die Biomechanik wieder kompromisslos. Und als nächstes wird der Sitz des Schaftes überprüft. Das ist genau so wichtig. Denn hier ruht der Stumpf drin. Perfekter Halt muss gewährleistet sein, Stütze wie Bewegungspielraum. Er darf nicht drücken, nicht behindern, nicht brechen. Der neue Schaft wird aus Karbon gefertigt.

 

Zunächst wird per Laser die Statik der Beinprothese überprüft. Bei Biljana liegt eine leichte Neigung nach vorn vor, was Spitzfuß genannt wird. Es wird an den Gelenken der Prothese geschraubt, bis die Statik stimmt. Biljana geht ein paar Schritte: "Nein, jetzt hab ich das Gefühl zur Seite zu knicken", ruft sie aus.

Andreas Radspieler versteht: "Der Hersteller gibt zwar die optimale Biomechanik vor. Jedoch ist das subjektive Empfinden von Patient zu Patient unterschiedlich. Darauf müssen wir natürlich Rücksicht nehmen, um Folgeschäden zu verhindern. Die könnten nämlich durch dauerhaftes Stören beim Tragen der Prothese entstehen."

 

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