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Fußheberorthesen

- ©istockphoto.com/Blazej Lyjak
Gehfähigkeit verbessern
Die Fußheberschwäche zählt zu den häufigsten motorischen Einschränkungen bei neurologischen Problemen, z. B. bei Multipler Sklerose, nach einem Schlaganfall, Schädel-Hirn-Traumata, Bandscheibenvorfall oder bei Verletzungen und Luxationen im Bereich des Kniegelenks, die mit Nervenschädigungen einhergehen. Die auftretenden Lähmungserscheinungen und/oder die Schwächung der Fußhebermuskulatur führen zu einer Instabilität des Fußes, die sich beim Stehen bemerkbar macht, vor allem aber beim Gehen für Unsicherheiten sorgt: Die Fußspitze kann nicht richtig angehoben werden und schleift daher über den Boden. Verschiedene Arten von Fußheberorthesen können Betroffenen helfen, ihre Gehfähigkeit und ihr Gangbild zu verbessern sowie Sturzrisiken zu minimieren.
Fußheberorthesentypen
Fußheberorthesen gibt es in sehr vielen verschiedenen Ausführungen, eine Auswahl an Modelltypen finden Sie im Folgenden angeführt:
Fußheberbandagen bestehend im Wesentlichen aus zwei Komponenten: zum einen aus einer Fußmanschette bzw. einer Kunststoffeinlage, die z. B. unter die Schnürung des Schuhs gesteckt wird, und zum anderen aus einem Knöchelband mit Klettverschluss. Beide Teile werden mittels Steckverschluss oder Zügel an der Oberseite des Fußes miteinander verbunden. Textile Fußheberbandagen kommen nur für Betroffene mit leichter Fußheberschwäche infrage.
Textile Fußheberorthesen (Spitzfußbandagen / Zweizugkompressionsbandagen) umfassen dagegen das komplette Sprunggelenk. Sie sind vorne mit eingearbeiteten elastischen Zügen zur Anhebung des gelähmten Fußes und häufig zusätzlich mit seitlichen Unterstützungszügen ausgestattet. Diese Fußheberorthesen für Betroffene mit leichter Fußheberschwäche tragen kaum auf und können in vielen Schuhen gut getragen werden.
Bei Fußheberorthesen mit Sandale wird eine Fußschale mittels über Kreuz laufender Zugbänder mit einer Knöchelschiene verbunden. Beide Teile werden inzwischen vielfach aus Carbon gefertigt. Die Orthese ist leicht und kann in vielen Schuhen getragen werden. Durch die starre, knöchelumgreifende Bauweise ermöglicht die Orthese eine ausgeprägtere seitliche Führung und kommt entsprechend auch bei mittelschwerer Fußheberschwäche infrage.
Fußheberorthesen mit Befestigung am Unterschenkel sind mit einer Wadenschelle oder auch einer geschlossenen Wadenschale ausgestattet. (Metall-)Federn ermöglichen eine dynamische Rückstellung des Fußes und fungieren als verbindendes Element zur Fußschale. Sie werden vielfach aus Polypropylen oder Carbon gefertigt und sind ggf. auch für Betroffene mit ausgeprägterer Fußheberschwäche geeignet.
Weitere Informationen
Wenn Sie wissen wollen ob und wenn ja, welche Fußheberorthese für Sie infrage kommen könnte, wenden Sie sich bitte an Ihren behandelnden Arzt. Ihr Orthopädietechniker berät Sie zu den verschiedenen Modellen. Einen Überblick über Hersteller und verschiedene Modelle von Fußheberorthesen können Sie aber schon vorab im Hilfsmittelkatalog der gesetzlichen Krankenkassen verschaffen. Fußheberorthesen finden Sie unter Orthesen/Schienen-Fuß (23-03).
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Tipp gefragt? Gerhard Czerwionka hat die textile Fußheberorthese Neurodyn Classic von SPORLASTIC getestet.
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(CS)
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Gerhard Czerwionka testet die textile Fußheberorthese "Neurodyn Classic" von Sporlastic. Die Ergebnisse seines Selbstversuchs schildert er im Erfahrungsbericht.






