Was ist ein Dekubitus?

Ein Dekubitalgeschwür - auch Dekubitus genannt - ist eine lokale Schädigung der Haut und des darunterliegenden Gewebes. Er entsteht durch den andauernden Druck auf menschliches Gewebe.

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Dekubitus aktiv vorbeugen

Ein Dekubitus kann die Lebensqualität stark beeinträchtigen. Rollstuhlfahrer, pflegebedürftige und ältere Menschen sind besonders gefährdet. Hier erfahren Sie, wie Sie aktiv vorbeugen können.

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Dekubitus erfolgreich behandeln

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Hilfsmittel - Dekubitus

Weich- und Wechsellagerung

©istockphoto.com/Daniel Laflor

 

Einem Dekubitus – einem Geschwür also, das durch anhaltenden Druck auf bestimmte Hautpartien entsteht – wird am Besten entgegengewirkt, indem die gefährdeten Körperstellen regelmäßig entlastet werden. Anti-Dekubitus-Hilfsmittel können dies unterstützen. Sie werden sowohl zur Dekubitus-Prophylaxe als auch zur Therapieergänzung eingesetzt.

Grundsätzlich lassen sich zwei Arten von Anti-Dekubitus-Hilfsmitteln unterscheiden: jene, die nach dem Prinzip der Druckverteilung funktionieren (Weichlagerung) und jene, die die Zeit der Druckeinwirkung verkürzen (Wechsellagerung). 

 

Weichlagerung: Hilfsmittel zur Druckverteilung

Hilfen zur Weichlagerung – Matratzen, Kissen, Auflagen, Polsterelement, Gelenkschoner etc. – unterscheiden sich vor allem hinsichtlich der verwendeten Materialien: So existieren neben verschiedenen bewährten Schaumstoff-Produkten auch Hilfsmittel, die mit Luft gefüllt sind. Sie sind in ihren druckverteilenden Eigenschaften den Hilfsmitteln aus Schaumstoff sehr ähnlich, sind aber unkomplizierter verstaubar.

Auch Produkte, die synthetische Gele enthalten, kommen beim Kampf gegen Dekubitus zum Einsatz. Das Gel wirkt dabei wie menschliches Fettgewebe: Es polstert und verteilt so den Druck. Auch Scherkräfte werden durch die Gleiteigenschaften der Gele vermindert. Sämtliche Hilfen zur Weichlagerung werden mit speziellen Bezügen und individuellen Anpassungsmöglichkeiten angeboten.

Eine besondere Form der Weichlagerung ist das Mikro-Stimulations-System, eine Schaumstoffmatratze mit speziellem Rahmen und Steuergerät. Die Matratze sorgt für eine große Auflagefläche zur Druckverteilung. Im Unterschied zu den klassischen Weichlagerungsprodukten fördert diese aber durch Mikrobewegungen zusätzlich die Eigenbewegung der Anwender. Dies begünstigt die Blutzirkulation im Gewebe und hemmt so die Ausbildung eines Dekubitus bzw. unterstützt die Wundheilung.

 

Wechsellagerung: Hilfsmittel zur Druckeinwirkungsverkürzung

Hilfsmittel zur Wechsellagerung sind meist Matratzen und Kissen mit unterschiedlich angeordneten Luftkammern. Diese werden immer wieder verschieden befüllt bzw. entlüftet. Eine lokale Druckentlastung durch Freilagerung wird dadurch möglich. Die Druckveränderungen in den Luftkammern können bei einigen Systemen manuell durch den Anwender vorgenommen werden, bei anderen Systemen regeln Sensoren automatisch die Befüllung und Entlüftung der Kammern.

 

Welches Hilfsmittel für wen?

Welches Anti-Dekubitus-Hilfsmittel für wen in Frage kommt, muss stets durch einen Arzt oder ausgebildetes Pflegepersonal entschieden werden. Ein Anti-Dekubitus-System, das sämtlichen Betroffenen hilft, gibt es nicht. Alle der beschriebenen Hilfsmittel haben ihre Vor- und Nachteile. So können Weichlagerungssysteme auf Dauer z. B. die Verlangsamung der Feinmotorik zur Folge haben, Wechseldrucksysteme kommen für Demenz- oder Schlaganfallpatienten nicht infrage.

 

"Hilfsmittel", die zur Dekubitusbehandlung oder -vorbeugung nicht geeignet sind

Wasserkissen oder Wasserbetten, natürliche und künstliche Felle sowie Sitz- und Lagerungsringe zählen nicht zu den Hilfsmitteln gegen Dekubitus. Bei diesen Produkten liegen aktuell keine pflegerischen oder medizinischen Erkenntnisse vor, dass sie Dekubitus vorbeugen oder verbessern könnten.

Weitere Informationen zu Hilfsmittel gegen Dekubitus (Produktgruppe 11) finden Sie im GKV-Hilfsmittelverzeichnis. (CS)

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Sitzkissen & Co.

Dekubitus-Hilfsmittel speziell für Rollstuhlfahrer

Druckstellen-Prophylaxe für Rollstuhlfahrer kann mit dem richtigen Sitzkissen erreicht werden. Auch bieten Hersteller entlastende Systeme an, wenn bereits ein Dekubitus besteht.

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